Ein Künstlerdorf in Bolivien

COMPA-Pueblo
Hier in den Yungas soll das Künstlerdorf entstehen

„Pueblo de Creadores“ ist ein Projekt, dass auf Initiative der Stiftung COMPA in El Alto, Bolivien, gestartet wurde und 2009 die ersten konkreten Realisierungsschritte gemacht hat. Die Stiftung COMPA (Comunidad de Productores en Arte – Gemeinschaft von Kunstschaffenden) setzt sich für eine umfassende Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch soziale, künstlerische und kulturelle Aktivitäten ein. Sie wurde 1991 als Dachorganisation gegründet, um das 1989 durchgeführte Pilot-Projekt „Teatro Trono“ und weitere pädagogische und kulturelle Projekte zu.
verbinden. Nach dem Motto „El Mañana es Hoy“ (Morgen ist Heute) streben die Tätigkeiten von COMPA danach, aktuelle gesellschaftliche und politische Themen kritisch anzusprechen und nicht passiv Änderungen abzuwarten. Kunst wird somit als unverzichtbarer Teil einer umfassenden Bildung verstanden. Zu den Aktivitäten des Vereins gehören vor allem Künste, die Gruppendynamik und Körperausdruck und –einsatz erfordern und somit das Bewusstsein für die Verbindung von Geist und Körper stärken. Durch Theater, Tanz, Musik, Akrobatik aber auch dazugehörige Gebiete wie Bühnenbild, Kostümschneiderei
bis hin zu Film und Literatur sollen die Kinder und Jugendliche ihr Selbstvertrauen, Ausdrucksvermögen, ihre Kreativität und Identität stärken und sich frei und ganzheitlich entwickeln. Insbesondere bemüht sich COMPA diese Aktivitäten für sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den Städten von El Alto und La Paz zugänglich zu machen. Kunst und Kultur wird in Bolivien öfters noch als Privileg besser gestellter Bürger verstanden. COMPA ist das erste unabhängige Kulturhaus beider Städte und zieht allmählich Teilnehmer und Publikum aus weiteren Stadtvierteln und verschiedenen Sozialschichten an.